Willkommen auf der Homepage
der Unterpreppacher Vereine

 

Gemeinsam sind sie stärker

Eberns größter Stadtteil ist um einen Verein reicher. 
Am Dienstag 02.10. 2018
fand die Gründungsversammlung 
der Ortsvereine Unterpreppach e.V. statt.

Das erste Vorstandsteam des neuen Unterpreppacher Vereins: 
Schriftführer Johannes Bezdeka, 2. Vorsitzender Ingo Heinemann, 
1. Vorsitzender Matthias Klopf und Kassier Elmar Barth (von links). 
Foto: Jasmin Herbst  

 Unterpreppach ist nicht nur Eberns größter Stadtteil, sondern gemeinsam mit Jesserndorf das Dorf mit den meisten Vereinen. In Unterpreppach sind es die Sportfreunde Unterpreppach 1968, die Jugendblaskapelle Unterpreppach, der Kegelsportverein Waldeck Unterpreppach, der Obst- und Gartenbauverein Unterpreppach, die Kameraden- und Reservistenvereinigung Unterpreppach und Umgebung, die Freiwillige Feuerwehr Unterpreppach und die Kolpingsfamilie Unterpreppach-Reutersbrunn-Vorbach. Nun kommt ein weiterer dazu, denn am Dienstagabend fand die Gründungsversammlung der Ortsvereine Unterpreppach e.V. (OvU) statt.

Schon in der Vergangenheit hatten die örtlichen Vereine gemeinsame Veranstaltungen geplant und durchgeführt, wie z.B. die Kirchweih oder den Vereineball. Federführend war Elmar Barth, der zum einen Hauptinitiator zum Zusammenschluss der Ortsvereine war und zum anderen auch der Hauptorganisator jener Veranstaltungen. Die Zusammenarbeit der Ortsvereine hat sich über die Jahre bewährt; größere Veranstaltungen wie z.B. die Kirchweih können so einfacher bewältigt werden und teure Anschaffungen auf mehrere Schultern geladen werden - und es profitiert mehr als nur ein Verein von diesen.

Allerdings fehlten bislang klare Zuständigkeiten, Regeln, was mit den Erlösen passieren soll, Fragen der Haftung, etc. So wurde der Wunsch nach einem offiziellen Verein "Ortsvereine Unterpreppach" nicht nur von Elmar Barth laut, sondern kam gleichzeitig auch von mehreren Vereinsvertretern, wie beispielsweise von Ingo Heinemann von den Sportfreunden.

In seiner Begrüßung zur Gründungsversammlung gestand Elmar Barth: "Ich werde immer älter." So viele Vorschriften seien einzuhalten, für die man mit seiner Unterschrift haften müsse. Durch die Gründung der Ortsvereine e.V. mit eigener Satzung und einem vierköpfigen Vorstandsteam sollen diese Themen nun nicht mehr nur auf einer Person lasten und klar geregelt sein.

In der Gründungsversammlung waren Vertreter von jedem Unterpreppacher Verein anwesend. Jeder Verein hat eine Stimme bei allen Entscheidungen und Wahlen. Diese wird durch den Vertreter des Vereins, der ein Mitglied des Vorstandes sein muss, abgegeben. Als erster offizieller Schritt der Gründungsversammlung wurde so die Satzung per Akklamation einstimmig angenommen.

Bei der Erstellung der Satzung hat sich Ingo Heinemann stark engagiert. Hier wurde schon sehr viel Arbeit im Vorfeld investiert, mehrere Entwürfe erstellt und diese vom Finanzamt und Amtsgericht prüfen lassen. Außerdem wurde die Satzung in allen Jahreshauptversammlungen der einzelnen Vereine vorgestellt und abgesegnet. "Heute sind wir soweit, dass wir den Verein gründen können", freute sich Elmar Barth. Hervorzuheben ist, dass die Ortsvereine Unterpreppach e.V. ein gemeinnütziger Verein sind. Mitglieder können nur Vereine, keine Einzelpersonen sein. Die Mitgliedsvereine müssen ebenfalls gemeinnützig sein. Der Satzungszweck, nämlich "Heimat- und Brauchtumspflege" sowie "die Attraktivität des Ortes sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Vereine, deren Mitglieder und den Einwohnern Unterpreppachs zu fördern", wird insbesondere verwirklicht durch heimatkulturelle Brauchtumsveranstaltungen, wie z.B. Trachtenabend, Einholung und Aufstellung des Maibaums oder Pflege des Kirchweihbrauchs. Das erste gewählte Vorstandsteam bilden als 1. Vorsitzender Matthias Klopf, 2. Vorsitzender Ingo Heinemann, Kassier Elmar Barth und Schriftführer Johannes Bezdeka. Kassenprüfern sind Jürgen Groh und Sven Kuhn.

Trotz des nun offiziellen Vereins der OvU bleibt jeder Mitgliedsverein nach wie vor eigenständig wie bisher, mit seiner jeweiligen eigenen Satzung und eigenem Vorstand sowie seiner individuellen Veranstaltungen und Aktionen. Zukünftig wird es aber einen gemeinsamen Veranstaltungskalender geben, der zentral koordiniert wird, gemeinsame Veranstaltungen werden festgelegt, wie z.B. die Ausrichtung der Kirchweih oder des Christbaumtreffs, notwendiges Inventar wird beschafft, zentral verwaltet und ausgegeben sowie die finanzielle Förderung der Mitgliedsvereine durch die Ausschüttung von Einnahmen. Außerdem kann der OvU einspringen, wenn es etwas im Dorf zu tun gibt, bei dem kein Verein speziell zuständig ist, wie z.B. in der Vergangenheit die Sanierung der Kreuzigungsgruppe, Spielplatz oder andere Ortsverschönerungsmaßnahmen. Zudem können z.B. traditionelle Feste ausgerichtet werden, wenn dies der Verein, der die Veranstaltung ursprünglich ausgerichtet hat, nicht mehr stemmen kann.

Die Ortsvereine Unterpreppach haben schon in den Jahren vorher eng zusammen gewirkt. Bereits ab Ende der 1970er-Jahre gab es zu Fasching einen Ball der Ortsvereine aus Unterpreppach, Vorbach und Reutersbrunn. Im Jahre 1998 wurde ein Dorfwappen eingeführt, das von Elmar Barth initiiert und von Kreisheimatpfleger Günter Lipp entworfen wurde. In diesem Wappen sind ebenfalls die mehr als sechs Ortsvereine in Form von Lindenblättern dargestellt. Im Jahre 2000 wurde die Kirchweih erstmals von November auf den eigentlichen Weihetermin am ersten Septemberwochenende verlegt. 2004 ging die gemeinsame Unterpreppacher Homepage online, auf der sich alle Vereine präsentieren. 2005 wurde erstmals die Kirchweih mit einem Tanzabend im September gefeiert. Nachdem dies sehr gut angenommen wurde, ist das Kirchweihprogramm stetig gewachsen, so dass nun an vier Tagen mit Festzelt und umfangreichem Programm gefeiert wird. 2006 wurde erstmals ein gemeinsamer Faschingswagen gestaltet, mittlerweile leider nicht mehr. 2007 anlässlich der 775-Jahrfeier ein Jubiläumsstein gesetzt und eine Linde gepflanzt. Ebenfalls fand in diesem Jahr der erste Christbaumtreff statt und 2011 wurde die Dorfkrippe geschaffen.